Uniformen machen uns uniform.

Uniformen machen uns gleich, wir marschieren im Gleichschritt gleichsam gefügig in einer Reihe.
Gleichheit ist gut, Gleichheit ist das, was wir immer wollten. Gleichberechtigung für Mann und Frau, für Homos und Heten, für Schwarze und Gelbe und Weiße und alle dazwischen. Gleichheit für Behinderte, für Ausländer, für Touristen, für obdachlose Kinder, für Kriminelle und für Nazis.
Gleichheit für alle?

Gleichheit ist gut, sagen die Politiker, nur sind sie es, die die Weichen für die Gleichgeschlechtliche Ehe nicht stellen, Gleichheit ist gut, sagen die Unternehmensführer, obwohl sie Frauen immer noch schlechter bezahlen als Männer und auch Kinder arbeiten lassen, Gleichheit ist gut, sagt die Ausländerbehörde und schickt die Ausländer zurück in ihr Kriegsland, damit sie unter ihresgleichen sterben können, Gleichheit ist gut sagen die Nazis und feiern die Ausländerbehörde, Gleichheit ist gut sagt die Schule und scheitert an der Inklusion, die von Anfang an zum Scheitern verurteilt war, Gleichheit ist gut.

Gleichheit ist - gut. Gleichheit - ist gut. Gleichheit - ist - gut.
Gleichheit ist schlecht.
Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit wollen schon die Revolutionäre der Französischen Revolution und ließen sie scheitern, weil es zu viele verschiedene Meinungen gab.
Weil nicht alle Menschen gleich sind. Weil nicht alle Menschen gleich sind, weil nicht alle Menschen Uniformen tragen.

Uniformen machen uns uniform.
Uniformen machen gleich was nicht gleich ist, Uniformen fordern Gleichschritt, gleichsam gefügig in einer Reihe.
Lasst uns Unterschiede leben. Lasst uns nicht Uniformierte sein, sondern Frau und Mann, Schwarz und Weiß, Behindert und/ oder begabt, arm und reich, gut und schlecht. Lasst uns eine bunte Masse sein, ein buntes Volk, das so unterschiedlich es ist, doch zusammenhält. Dass gegen Ungerechtigkeit vorgeht. Denn darum geht es hier: Wir wollen keine Gleichheit, sondern Gerechtigkeit. Es ist ungerecht, dass Frauen immer noch unterbezahlt sind, es ist ungerecht, wegen seiner Hautfarbe diskriminiert zu werden, es ist ungerecht, dass Geld über Bildung entscheidet, es ist ungerecht, wenn zwei Männer kein Kind adoptieren können, es ist ungerecht, dass Unterschiede uns unterschiedlicher machen als wir sind.
Also, legt die Uniformen ab und fangt an zu leben, also legt die Uniformen ab und seit anders, seit ungleich, also legt die Uniformen ab und seit irgendwie mal nur ihr selbst.
Uniformen machen uns uniform, fordern Gleichschritt, gleichsam gefügig in einer Reihe, obwohl es doch nie Gleichheit, sondern nur um Gerechtigkeit ging.

Praktikumsordner ist fast fertig. Yeahy xD


Permalink  | 2 Kommentare  | kommentieren

volbeatfan am 22.Okt 14, 23:29  | Permalink
Wahre Worte! Wirklich toll geschrieben :) Du kannst sowas echt total gut!! :)
blue_rose am 24.Okt 14, 11:49  | Permalink
danke :)
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