Montag, 28. Juli 2014
Mein kleiner Abschiedsgruß, bevor ich in den Urlaub fahre :) :*, inspiriert wurde ich von diesem Slam, mit dem der Text aber nur wenig zu tun hat ;)



Lobeshymne an die Buchstaben

Als ich zum ersten Mal ein Buch öffnete, und mir zwischen den Buchdeckeln die Buchstaben entgegenstoben und mir eine neue Welt versprachen, da wusste ich, ich bin angekommen an einem kleinen Stückchen Heimat
An einem kleinen Stückchen Freiheit, Unversehrtheit und Magie, gebildet von Zeichen, von Bleistiftstrichen, die so viele Menschen lesen können, aber deren Inhalt trotzdem nicht jeder verstehen zu vermag, sodass die Bleistiftstriche Geheimzeichen bleiben.
Zwischen Heimat und Freiheit lerne ich, was es heißt zu leben, zu siegen, zu entdecken und sich das erste Mal zu verlieben. Zu verlieben in die Charaktere, so vertraut wie unerreichbar, was bei allen Protagonisten meiner Lieblingsbuchlisten gleich war.
Ich begann zu lesen und war nicht mehr ich selbst, ich erlebte die Abenteuer meiner Helden intensiver als sie selbst, egal ob es da um Vampire, Mörder oder Zukunftsrebellen ging. Ich entdeckte tausend Welten, vom Mittelalter über die Tiefsee über Venedig und London bis hin zur futuristisch-gefährlichen Mega-Glas-City oder Hogwarts. Ich schließ Freundschaften mit den wilden Hühnern, gehörte zum Team „Edward“ und löste Brunettis Fälle. Ich fühlte mich verstanden, wenn irgendein Charakter aus einem Liebesroman-ohne-Happy- End sich die gleichen widerkehrend quälenden Fragen stellten wie mich.

Und so schreib ich diese Lobeshymne an die Buchstaben, weil lesen ein Synonym für Phantasieren ist und schreiben heißt, nur mit einer Farbe ein buntes Bild an die Netzhaut eines jeden der will zu projizieren, und reden- reden ist wie singen, nur ohne Melodie.

Das Leben hat nur einen Hacken und das Buch den gleichen: Beides ist irgendwann zu Ende. Und dann spuken mich die bedrucken Recyclingpapierblätter wieder aus in eine kalt-graue langweilige Normalwelt, die sich auch Realität nennt. Und in dieser mir nicht wirklich erscheinenden Wirklichkeit hielt ich es noch nie lange aus, weil es hier weder Happy- Ends noch Zauberer gibt, und wer will schon in einer Welt ohne Magie leben?
Und so klappe ich den nächsten Buchdeckel auf und lasse mich freiwillig von einem Augensammler entführen, der keinen aber mich wieder lebendig mit verbundenen Augen in die Realität zurückbringt. Und als mir die Augenbinde abgenommen wurden ist, frage ich mich wie immer, in welche Fantasie welchen kranken Autors ich hier gelandet bin, bis mir klar wird, dass es ja noch so etwas wie die wirkliche Wirklichkeit gibt.
Und dann will ich den Buchstaben etwas zurückgeben. Ich will etwas zurückgeben und fange auch an zu schreiben, um andere Menschen aus ihrer Realität in ein fiktives Umfeld zu katapultieren, in dem sie sich so viel mehr zu Hause, so viel mehr angekommen fühlen, als da, wo sie sonst sind.

Und, deshalb schreib ich diese Lobeshymne an die Buchstaben, weil lesen ein Synonym für Phantasieren ist und schreiben heißt, nur mit einer Farbe ein buntes Bild an die Netzhaut eines jeden der will zu projizieren, und reden- reden ist wie singen, nur ohne Melodie.

Aber mir ging es bei Liedern noch nie um die Melodie, sondern stets um die Buchstaben, also entschuldigt bitte die fehlende musikalische Untermalung meiner Hymne.
Auf die Buchstaben!


Ich wünsch euch zwei wundervolle Wochen,
Blue ♥


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Glückwunsch, Blue^^ *Ironie off*

Was macht man mit einem beschissen geschnittenen Kurzhaarschnitt?
*heul*^^


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Samstag, 26. Juli 2014
in den Ferien wurde es stiller hier. Nicht, dass ich groß etas gemacht habe, eher weniger als sonst, und somit gab es auch überhaupt nichts zu erzählen.

Abgesehen davon, dass mein Bruder meine Häkelnadel im Auto wiedergefunden hat.
Abgesehen davon, dass meine Mami die Fenster geputzt hat, und der Dreck jetzt zwar weg ist, aber dafür so blöde Schlieren das Fenster zieren.
Abgesehen davon, dass ich festgestellt habe, dass ich beim Last-Minute-Speed-Shopping Tatsache alles gefunden habe, wonach ich gesucht, außer einem Kleid, aber das war klar, und dafür habe ich ein Bandana beim New Yorker mitgenommen- danke an den Blogger, wegen dem ich mir eins gekauft habe, ich lieeebe es :D

Abgesehen davon, dass ich viel gelesen und viel ferngeschaut und viel geschlafen habe, verliefen die Ferien relativ ruhig.
Und ich weiß nicht mal, ob jetzt schon zwei oder drei Wochen rum sind, nur dass ich wieder nichts von dem schaffe, was ich tun wollte.

ab nächsten Dienstag bin ich nämlich weg im Urlaub. Und wiederkommen werde ich mit tollen Fotos und hoffentlich dem ein oder anderen schönen Text.
Der Text, der Slam von dem Typen dessen Video sprueche gebloggt hat, hat mich auch zum schreiben motiviert. Manchmal legt sich da so ein Schalter um und dann kann ich schreiben.
Und wenn ich einen solchen Slam geschrieben habe, dann will ich raus, dann will ich ihn denjenigen, die ihn hören wollen auf der Bühne entgegenschmettern.
Nur dumm, dass ich so schüchtern bin. So gar nicht die Rampensau. Aber wisst ihr was?
Genau deshalb will ich auf die Bühne, weil ich gehört werden will, wenn schon nicht im Alltag, dann auf der Bühne.
Und wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, dann zieh ich das durch, auch wenn das nicht zu mir passt, und ich es selbst schon bereue es mir in den Kopf gesetzt zu haben.
Eigentlich hab ich auch keine Angst auf der Bühne zu stehen, nur davor, dass den Leuten mein Text und/oder meine Performance nicht gefällt.

aber ich mach das sicher, ich brauch nur meine Zeit.
Und ich will erstmal bei nem Slam zuhören, bevor ich da selber mitmache xD
In Hamburg, da gibt es einen U20 Slam. Ich glaub, dass wär was. Immerhin keine 30 jährigen mit 10 Jahren Erfahrung, die neben mir auftreten....

Ach Gott, so viele Gedanken xD
Blue

PS: Jetzt hab ich doch glatt das vergessen, weshalb ich diesen Beitrag verfasst habe: Ein Gedicht, was ich echt schön finde, gefunden hier:
http://www.myslam.net/de/post/1395

Der Bittende- Axel Schröder

Ich werde hier stehen. Bis jemand mich hört.
Bis jemand mich sieht. Bis jemand begreift.
Bis jemand sich rührt. Bis jemand sich stört.
Bis jemand mit mehr als nur Blicken mich streift.
Bis jemand anhält. Bis er mit mir spricht,
werd ich hier stehen. Bis mein Stolz bricht.

Ich halte die Hand hin. Ich halte sie bloß.
Seit sich eine erste Hand hebt und steinigt.
Seit Hände gebunden sind in ihrem Schoß.
Seit eine die andere in Unschuld reinigt.
Seit man die Hand anderer ins Feuer legt,
halt ich die Hand hin. Für Euch. Unentwegt.

Ich werde hier warten. Bis jemand mich fragt.
Bis jemand mich bittet, ihn endlich zu bitten.
Bis jemand statt Geld seine Zeit opfern mag.
Bis jemand die Hand für mich öffnet inmitten
geballter Fäuste, die Münzen umklammern,
werd ich hier warten. Ohne zu jammern.

Ich halte die Hand hin. Bis jemand sie hält.
Bis jemand Halt sucht im Sturz oder Tanz.
Bis jemand sie will. Bis sein Groschen fällt.
Bis jemand sich gut fühlt, der mir Arroganz
schenkte, im Tausch für ein Stück meiner Demut,
halt ich die Hand hin. Bis sie mir weh tut.

Ich werde hier bleiben. Und warten und stehen.
Und rühre mich nicht. Und gehe nicht weg.
Und sehe, ihr müht Euch, mich nicht zu sehen,
Und halte die Hand hin, alt, rissig, befleckt,
von der Bitte: „Nehmt sie!“ Und wenn Ihr absagt,
werd ich hier bleiben. Bis ihr sie abschlagt.


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Montag, 21. Juli 2014


eigentlich müsste ich zu dem auf ein Konzert. So ne tolle Musik.
und irgendwo hab ich noch einen Konzertkarten Gutschein. Hmm.

ich: sag mal, können ich und julia vom 29. auf den 30. bei euch schlafen? und willst du mitkommen, zu omas gebbi-party?

Cousine: Ich muss zugeben, dass hatte ich schon alles eingeplant es kommen ja auch alle nachmittags zum cafe

Ouh man, ich liebe dieses Mädel. Mal jemand der mit denkt ♥


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