Montag, 14. Juli 2014
Bäm. Mein Kopf ist ganz voll von den Eindrücken der letzten Tagen. Und weils einfacher ist, erzähl ich das ganze mal chronologisch :)

Freitag: Es war der letzte Schultag dieses Jahres. Ich ging nur zum zweiten Blog in die Schule- Zuerst spielten wir Erdkunde-Tabu und dann war auch schon die Zeugnisübergabe. Mit dem meinen bin ich durchaus zufrieden- nur typisch, dass die Noten auf dem Zeugnis nicht so ganz stimmten, daher hab ich jetzt noch eine "persönliche Widmung" des Mathelehrers/ Oberstufenkoordinators auf meinem Zeugnis :D (und ich bekomm nach den Ferien ein neues, wo es dann auch 8 Punkte, und nicht 7 in Spanisch sind. Die hab ich mir mit viel Überzeugungskraft erarbeitet (oder erkauft :P) :D
Danach gings in ein Restaurant, um das Zeugnis, die Ferien, die Klasse und das Leben zu feiern. Für drei Mitschüler war es der letzte Tag in unserer Runde, die bekamen ein kleines Geschenk, genauso wie der geliebte und geschätzte Deutschlehrer, der einfach sowohl fachlich als auch menschlich ne glatte 1 verdient hat. Und natürlich musste er gehen, und er war echt traurig, weil er das gar nicht wollte. Unsere Klassenlehrerin sagte dass fast wörtlich, und dass er sich deswegen sehr über unsere Einladung gefreut hat. Echt süß.
Nächstes Jahr unterrichtet der Erdkundelehrer bei uns also auch noch Deutsch- vom Ding her okay, auch wenn ich den Lehrer nicht mag. Schade bloß, dass ich in Erdkunde meine schlechteste Note habe, und in Deutsch einer meiner besten. Und zumindest in Deutsch sollte das so bleiben :D

Nach dem Essen gings nach Hause packen für das Festival. Das war leicht stressig, ich kam um 14 Uhr nach Hause und um 15:23 Uhr fuhr unsere Bahn. Meine Mama war nicht so begeistert von dem Stress, die wollte eigl. in Ruhe unsere Zeugnisse feieren- sorry Mama :D
J., die sich extra für das Festival ihre roten Korkenzieherlocken- Spitzen blau gefärbt hat und sich einen kleinen Sidecut rasiert hat, deren beste Freundin L. und ich fuhren los mit der Bahn. Ich hatte Angst neben den besten Freunden das dritte Rad am Fahrrad zu sein, aber das war wirklich nicht so :) In einem Laden in der Nähe gingen wir einkaufen (von irgendwas muss man ja leben), dann fuhren wir mit dem Einkaufswagen eine Station zurück zum Festival. Zu dem wir noch ca. 20 Minuten laufen mussten, und die ersten Kontakte zu anderen komischen Leuten machten :D Irgendwie fanden wir den Zeltplatz, bzw. irgendwie führte uns A. zu dem Zeltplatz von den Freunden von J. und L. Das es direkt an der einzigen Feuerstelle war, war cool, weil warm. Das wir 24 Stunden Musikbeschallung hatten und sich am Feuer die komischten Menschen (alte, bedrunkene Punks) des ganzen Festivals ansammelten, eher weniger :D Aber gut^^
Am Freitag machten wir nicht wirklich was- liefen mal rum und gingen um Mitternacht schon ins Bett. Am Samstag lief zunächst auch nichts. L. und J. sprangen in die Elbe, während ich Bekanntschaft mit einem Mann machte, der in Australien war. Und mir die Westküste empfehlte, weil es da nicht so viele Deutsche und tolle Natur gab. Mit dem Typen, und seinen Freunden verbrachten wir jedenfalls auch nicht Nacht. Es war ein wenig "weird", zum einen, weil die 10 Jahre älter als wir waren, zum anderen weil mit steigendem Alkoholpegel die Themen absurder wurden. Ich klaute mir zwischen a und b die Cap des einen Felix, und war für den Rest des Abends "Batman"- wegen dem entsprechenden Aufdruck auf der Cap :D Und alle meinten, ich sollte mir eine kaufen, weil mir das voll steht :D Der Felix meinte, das ich gut aussehe, was ich aber mehr auf den Alkohol als auf die Wirklichkeit zurückführe, gefreut hab ich mich trotzdem :D
EIn anderer Typ (Tiger, da er beim Kinderschminken war :D) beschreib mich als jemanden, der lieber vier Stunden zuhörte als ein Wort zu sagen. Und das ich Menschen deswegen beobachten und einschätzen würde. Und ich und J. waren uns einig, dass das perfekt auf mich zutraf.
Und ich war nicht eingeschnappt, da der Tiger meine Schweigsamkeit als Fakt, nicht aber als etwas negatives auffasste, und die Wortkargkeit nichts als Desinteresse wertete. (Weils gerade reinpasst: J. meinte, dass ich immer versuche objektiv zu bleiben. Keine Ahnung ob das stimmt :D)
Der andere Felix (ja es gab zwei xD) fragte mich ob ich lesbisch bin- reflexartig verneinte ich zuerst, bis ich ein "weiß ich nicht" hinzufügte, da uns gerade keiner zuhörte. Er fragte, ob ich es wirklich nicht wisse, oder ob ich nur nicht geoutet sei, aber nein, ich weiß es wirklich nicht. Ich glaub, ich habe den Gedanken damit zum ersten Mal laut ausgesprochen.
Im Laufe des Abends traf ich auch auf B., echt lustig wo ich den immer treffe :D Im dem war ich vor einem Jahr in England, und man läuft sich ab und zu über den Weg- bei Festivals oder ähnlichem :D Zwei Leute vom Tidenhub"festival" hab ich auch gleich mal wieder gesehen :D

Irgendwann um vier gingen wir ins Bett, weil es anfing zu regenen und mit dem Regen wachten wir am nächsten Morgen auch wieder auf. Wir beschlossen schon früher zu gehen, und packten unser Zeug in den Einkaufswagen, als der Regen aufhörte. Als wir den Einkaufswagen zurück geben wollten, fiel uns allerdings wieder ein, dass es ja Sonntag war...... :D
Und gerade, als wir aus der Bahn stiegen fing es wieder an zu regnen :D Mit den beiden Mädels hab ich dann auch das Fußballspiel geschaut- um omg, meine Mama hat Recht, wenn sie die Mutter von L. nicht mag. Also, ich mein ich hab die für ne Länge von einem Fußballspiel nur gesehen, und mag da noch nichts sagen von wegen nicht mögen. Aber den Kommentar "Wie kann der Moderator was von "erlösen" sagen, das ist ein religiöser Begriff, den darf er nicht benutzen" fand ich schon ein wenig befremdent^^
We auch immer, Deutschlanf ist Weltmeister!!! *feier*
Irgendwann um halb 3 bin ich gestern in meine weiches Bett gefallen (man lernt so etwas zu schätzen) und auch erst heute um 14 Uhr wieder aufgestanden :D

Und jetzt blogge ich, also nach dem ich gefrühstückt habe und mal schauen, was ich jetzt gleich mache. Ich wär für einen Film schauen, oder mich wieder ins Bett zu kuscheln und lesen.
[warum war ich so blöd, für morgen um ELF Uhr einen Nachhilfetermin auszumachen??]

Fünf Dinge, die man nach einem Festival so richtig schätzt, hab ich noch für euch:
1. Ein Badezimmer. Sauebere Toilletten,man kann duschen, Zähne putzen und so weiter. Echt cool :D
2. Ein Bed. Sooo bequem nach zwei kurzen Nächten auf der Isomatte.
3. Zeit für sich. Endlich mal wieder für fünf Minuten für sich zu sein ist schon toll. Endlich mal wieder Stille nach drei Tagen Lärm und Dauerbeschallung.
4. Klare Luft. Mir haben auf dem Festival eindeutig zu viele Menschen geraucht, und ich hab tapfer jede Frage nach einer Zigarette verneint. Und gekifft hab ich auch nicht :D
5. Die Zeit auf dem Festival. Nächstes Jahr wieder, meine Lieben :)

Ich vermute mal, dass ich den Beitrag nochmal editieren werde, da ich soviele Eindrücke vom Festival festhalten will und meinen Blog da mal als Tagebuchersatz benutze :D

Sorry für den Roman meine Lieben :)
Blue ♥

PS: Ich glaubs noch gar nicht so recht, dass ich jetzt FERIEN habe. Sechs unverplante Wochen, es steht noch nicht mal fest, ob wir wegfahren. Wahnsinn. Sechs Wochen keine Schule.... ♥♥


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Dienstag, 8. Juli 2014
Womit kann man 888 Tage bloggen besser feiern, als mit einem Slam?
Kann man sicher, muss man aber nicht ;)

DANKE für 888 Tage lesen, kommentieren, mitfühlen, lachen, kopfschütteln.
DANKE für 888 Tage "Freundschaft" und "Treue".
DANKE für 888 Tage Interesse und Dasein.
DANKE für 888 Tage genug Lesestoff.

Schnelle Welt.

Ich steh hier.
Und die Welt dreht sich und dreht sich schneller und auch du drehst dich und drehst dich schneller und fängst an zu laufen und läufst immer schneller und alle fang an zu laufen und laufen noch schneller und beginnen zu rennen und überschlagen sich fast.
Und ich? Ich steh hier.
Und während die Welt sich schneller dreht und du dich mit ihr schneller drehst und anfängst zu laufen und alle rennen und sich fast überschlagen, währenddessen stehe ich hier. Nichts weiter.
Und ich stehe und schaue zu.
Wie jeder, der sich dreht und läuft und rennt und sich dabei fast überschlägt, doch den Blick für die kleinen Momente verloren hat. Denn die, die sich drehen, geht’s darum alles zu sehen und die die laufen, woll’n überall sein und die, die rennen nie Letzter, und wenn sie sich dabei überschlagen.
Und ich? Ich steh hier und schaue zu. Nichts weiter.
Und wenn du sie fragst, was sie alles gesehen haben und wo sie waren und dabei nie Letzter, so ist ihre Antwort bedeutungslos. Denn was sie sahen, das sahen sie nicht für sich sondern nur um es gesehen zu haben, doch ihre Augen waren blind. Und wo sie waren, waren sie nur, um zu prahlen, sie hätten die Welt gesehen, doch eigentlich haben sie es nicht, denn ihr Herz war anderswo.

Und manchmal.
Manchmal, wenn ich da stehe und schaue und nichts weiter tu, da würde ich gerne die Welt anhalten. Nur für meine Minute.
Sodass alle, die sich drehen und laufen und rennen und sich dabei fast überschlagen, still stehen.
So wie ich.
Das sie stehen und genau hinschauen. Auf die kleine Blume am Wegesrand zum Beispiel. Oder auf das fröhliche, lachende Kind, oder die Sonne und den Himmel. Und wenn sie stehen, sich nicht drehen und ganz genau sehen, da sollen sie merken, sie sehen viel mehr stehend als drehend und laufend. Und das es auch auf Kleinigkeiten ankommt.
Viel mehr, als auf den Rest.
Und die, die laufen oder rennen, überall waren und die Welt nicht sehen, sollen merken, dass es nicht reicht, überall gewesen zu sein, dass es darum geht, was man daraus macht. Freundschaften zum Beispiel. Liebe. Und Leid. Dass es darum geht zu teilen und zu geben und nicht nur zu nehmen. Und wenn man seine Welt teilt, so wird man auch von einer fremden Welt etwas mitnehmen und dadurch etwas verändern.
Und außerdem: Wenn du rennst um nicht Letzter zu sein und dich dabei fast überschlägst: Woher weißt du, dass du in die richtige Richtung läufst? Weil es alle tun? Bist du alle? Denn wer dem Sonnenaufgang entgegenläuft, der verpasst den Sonnenuntergang, und wer mit der Gondel den Berg hochfährt wird ihn nie bezwingen. Und sowieso werden die Letzten die Ersten sein. Weil es darum geht den Moment zu leben, damit man später etwas fühlt, wenn man seine Welt mit anderen Menschen teilt.
Also, lasst und aufhören uns zu drehen und zu laufen, zu rennen und uns dabei fast zu überschlagen, lasst und stehen und sehen, und teilen, um dann zu bekommen. Dann bekommen wir Erinnerungen, die so lebendig sind, wie wir es waren an diesem Augenblick. Erinnerungen, die das Leben an grauen Tagen bunter macht, Erinnerungen, die nur uns gehören und niemandem sonst. Und vor allem, Erinnerungen, die uns daran erinnern, was Leben ist und wie das geht. Erinnerungen, die dazu aufrufen, neue zu schaffen.
Lasst uns leben, um zu leben, nicht um zu prahlen und zu erinnern.

Lasst uns stehen bleiben, nur für eine Minute.



In dem Sinne: Lasst uns nicht nur bloggen, sondern auch leben. Worüber sollten wir sonst schreiben?
Lasst uns leben, nur ein Leben lang.
Blue <3


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Montag, 7. Juli 2014
"Dass Worte etwas bewirkten, dass sie jemanden in Bewegung setzen oder aufhalten, zum Lachen oder Weinen bringen konnten: Schon als Kind hatte er es rätselhaft gefunden, und es hatte nie aufgehört, ihn zu beeindrucken. Wie machten die Worte das? War es nicht wie Magie?"
- Nachtzug nach Lissabon, Pascal Mercier

Die letzte Schulwoche ist einfach öde. Im ersten Block gefrühstückt, um zweiten WiPo, so mehr oder weniger.
Mein Durchschnitt hat mich ja eh geflasht, ich dachte ich bin schlechter geworden, aber nein, von 2,5 auf 2,3 hoch!! *freu* Mein Punktedurchschnitt ist trotzdem auf 9,6 Punkten geblieben, das ist eh so lustig :D
Das heißt, ich nehm mir für nächstes Schuljahr auf keine 2,2 im Zeugnis vor, sondern 2,0. Bisschen mehr mündlich, und schriftlich so bleiben, dann sollte das machbar sein :D (ich hab jetzt 3 Dreien: Spanisch geb ich ab, das andere ist Sport, also egal :D (zählt nicht ins Abi :D) Nur in Erdkunde sollte ich von meinen 7 Punkten wegkommen, vorallem jetzt, wo wir den Lehrer auch noch in Deutsch bekommen :D^^)

Und warum will niemand meine 20 Pferdebücher kaufen?? :D

Nun ja. Ich sollte die mal an der Bücherei aushängen. Also nicht die Bücher, aber dass ich die gerne verkaufen würde :D So Anzeigen-mäßig. Am "schwarzen Brett". Hmm. Gute Idee :D (Oder wir machen mal einen Flohmarkt. Das hab ich schon seit Jahren vor :D)

Morgen feiern wir Jubiläum: 888 Tage bloggen, das sieht doch schön aus :D

Ich weiß, meine Beiträge ist inhaltich sehr hochwertig :D

Die Band hab ich letztens live gesehen, und mir ein T-Shirt gekauft, weil der Druck so cool war. Die CD hab ich dann dazu gschenkt bekommen :D



liebste Grüße, Blue ♥


EDIT: Wenn bei mir lange Haare das Gesicht dick machen (sagt Mama zumindest, macht mich dann eine Kurzhaarfrisur mit mit Pony auch dick im Gesicht? :D)


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