Freitag, 26. Juli 2019
Wie kann es sein, dass Januar mein letzter Beitrag war? Ich bin überrascht... Viel ist in der Zwischenzeit auch nicht passiert, nur Uni-zeugs. Jetzt sind Semesterferien, insgesamt für drei Monate. Das hier ist Woche vier, endlich wieder zu Hause nach drei Wochen bei meiner Familie.
Mir fällt die Decke auf den Kopf. Alle meine Studienfreunde sind in ihren Herkunftsländern, und die eine, die hier bleibt ist gerade mit ihrem Freund im Urlaub. Zwei Bekannte, die ich angeschrieben habe, melden sich hoffentlich bald zu einem Treffen...
Wenns klappt kann ich nächste Woche wieder babysitten, und vielleicht klappt mein Treffen mit dem Typen, der mit Gitarre beibringt im Austausch gegen Deutschunterricht.
Aber heute, da ist absolut niemand den ich sehen kann, und die einzige Person die ich sehen könnte, will ich nicht sehen, weil ich genervt bin und er meinen Punkt nicht versteht.
Und dann kann ich darüber mit niemandem reden, weil die, die von ihm wissen, nicht antworten, oder ihn nicht mögen, oder ich genervt von ihnen bin.
Man. Ich muss a) was zu tun finden und b) ihm erklären, dass er mir mehr Raum geben muss und nicht jedesmal ein Gesicht macht als würde ich für drei Wochen verschwinden, wenn ich mal in die Wohnung will, für die ich Miete zahle. ^^

(sorry, musste grad sein. Ansonsten geht's mir gut :) )


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Sonntag, 6. Januar 2019
Als ich klein war, hatte ich Windpocken. Ich erinnere mich dunkel an stundenlanges abtupfen der einzelnen Pocken, um den Juckreiz zu stillen. Meine beste Freundin hatte gleichzeitig mit mir Windpocken, doch an die zahlreichen Stunden, die wir zusammen gespielt haben, kann ich mich nicht erinnern.

Dafür erinnere ich mich, dass das Schlimmste gar nicht die Windpocken selber waren, sondern der Fakt, dass wir selber Papier recyclen wollten und mein erster Windpocken-Tag am zweiten Tag des zweiteiligen Experiments war. Ich hätte gerne den anderen Teil auch mitbekommen!

Im Moment bin ich seit drei Wochen mit den pfeifferischen Drüsenfieber krank, keine zu empfehlende Krankheit. Dauert ewig. Vier Tage war ich deshalb im Krankenhaus, danach sollte ich sieben Tag Antibiotika weiternehmen. Gestern war Tag sechs. Gestern morgen bin ich mit einem krassen Ausschlag an meinem ganzen Körper aufgewacht. Der Ausschlag juckt immer stärker und es ist Sonntag. Yeahy. Und ich habe den Ausschlag überall. Also, wirklich ÜBERALL.

Die Uni hat letzten Donnerstag schon wieder angefangen und ich würde schon ganz gerne zurück nach Krakau. Mein Leben weiterleben.


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1. Annelise Bunk und Nadine Schubert- Besser leben ohne Plastik: 2 (zum Einstieg sicher hilfreich, aber für mich jetzt nichs wirklich Neues)

2. Andzej Stasiuk- Dukla: 2

3. Alina Bronsky- Scherbenpark: 2

4. Robert Harris- Munich: 2

5. Michel Houllebecq- Unterwerfung: 1

6. Andrzej Stasiuk- Die Mauern von Hebron: 2+

7. Radek Knapp- Der Mann, der Luft zum Frühstück aß: 2-

8. Radek Knapp- Der Gipfeldieb: 2-

9. Adam Gusowski & Piotr Mordel- Der Club der polnischen Versager: 3

10. Rachel Joyce- The Music Shop: 2+

11. Andrzej Stasiuk- Wie ich Schriftsteller wurde: 2+

12. Thomas Hardy- Jude the obsure:


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1. [ ] Jeden Monat einen Gegenstand durch einen plastikfreie Alternative ersetzen #zerowaste

Januar: festes Shampoo . Letztes Jahr habe ich schonmal feste Haarseife probiert, aber das fand ich nicht so toll. Das Shampoo, was ich mir bei dm bekauft habe von alverde ist supi!

Februar:

März: Ich hab noch mehr Seifen und Shampoos gekauft, um bei meinem Freund zero-waste zu duschen. Die Sachen habe ich bei einem kleinen, lokalen Familienunternehmen gekauft, die ihre Seifen und festen Shampoos ganz selber machen! Plus, ich habe seit Ende März/Anfang April eine Bambus-Zahnbürste! (ist die nun nachhaltiger als Plastik, weil Transportwege und so????)
Oh, und außerdem hab ich zum ersten Mal in meinem Leben so eine Taschentücher-box gekauft, die zwar ein bisschen Plastik hat, aber sehr viel weniger als diese normalen Taschentuchverpackungen.
Und den Tee, den ich gekauft habe (yogi tee) hat fast kein Plastik, nur eine dünne Plastikbeschichtung in ein Teebeutel-Umschlägen (https://www.fairlis.de/post/plastik-im-teebeutel-tee-hersteller-beantworten-unsere-fragen/)
Und hoffentlich schaffe ich es endlich mal zu diesem Laden mit losem Tee, der den in Papiertüten einpackt- mein Teesortiment wird nämlich zunehmend kleiner!

April: zum ausprobieren habe ich mir eine Stoffbinde gekauft- funktioniert eigentlich ganz gut.

Mai: meine Eltern zum Plastikeinsparen überrredet.

Juni:
Bahn statt Flugzeug (kein Plastik, aber auch gut für die Umwelt). Ich bin jetzt Mitgleid bei einem food-coop, regionales Bio-food, aber ich hab noch nichts bestellt.

Juli: Mit dem alten Jogurtmaker meiner Eltern Jogut gemacht. Die Milch kam in der Plastikflasche, aber das nächste Mal möchte ich sie bei einem Milchautomaten abzapfen.
Festes Haarshampoo nachgekauft. Viel Kleidung Second-Hand über Kleiderkreisel gekauft
August: Ich habe mich bei einer Lebensmittel-Oganisation angemeldet, die regional angebautes, bio bzw. nachhaltig angebaute Lebensmittel sowie trockene, unverpackte Lebensmittel verkauft. Nicht total Zero-Waste, aber eindeutig less-waste, lokal, saisonal und sehr nette Menschen. Man muss per Monat zwei Stunden für sie arbeiten, denn die Organisation funktioniert komplett auf freiwilliger und unbezahlter Basis. Sehr cooles Ding!
September: einem Freund Gemüse-netze gekauft, die er auch benutzt.
Oktober: plastikfreie-Woche
November:
Dezemer:

2. [ ] meine Panikattacken beim Lernen loswerden (es wird besser!)
3. [ ] mir weiterhin keinen Leistungsdruck beim Studium machen.
4. [ ] maximal fünf Kleidungsstücke neu kaufen (ausgenommen second hand und fair produziertes) [5/5] (Socken, Mütze, BHs)


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Montag, 8. Oktober 2018
Es gibt Sachen, die wir viel zu selten machen. Fremde Menschen ansprechen z.B., wenn sie sympatisch aussehen. Ich hab vor einer Weile angefangen, fremde Menschen in der Tram anzulächeln. Nicht alle bemerken das. Manche bemerken es und sind irritiert. Manche lächeln zurück.

Heute saß ein Mann in der Tram, der in ein Buch vertieft war. Also, richtig vertieft. Sein Gesicht spiegelte die ganze Konzentration, die er ins Lesen streckte und die ganze Spannung. Als er die Bahn verließ, lief er an mir vorbei und schaute mich an. Ich lächelte ihm zu. Er erwiderte das Lächeln nicht, war ein bissche irritiert. Als er draußen an der Tram am Fenster vorbeilief, schaute er hinein und mich nochmals an. Ich lächelte nochmal, und er erwiderte das Lächeln. Als er an der roten Ampel wartete, schaute er nochmal in Richtung Tram.

Vor ein paar Wochen hab ich mich in einen Typen blitzverliebt (und ich bin ja niemand, der jemanden nach der Nummer fragt oder so. Leider. Denn den seh ich ja vermutlich nie wieder....). Naja, jedenfalls kam der so in den ziemlich vollen bus und fragt die alte Dame vor mir, ob er da am Fensterplatz sitzen kann (die Dame saß außen). Die Dame steht also, recht langsam weil alt, auf und während er wartet , schaut er im Bus herum. Unsere Blicke kreuzen sich, ich lächel ihn an ohne groß drüber nachzudenken, und er lächelt mir mit einer Wucht und Intensität und ohne Zögern zurück. Er setzt sich. Nach einer Minute dreht er seinen Kopf, als würde er sich zu mir umdrehen wollen, lässt es aber doch. Bis die alte Dame etwas später aussteigt. Irgendwann dreht er sich doch zu mir um und wir lächeln uns an. Ich muss zuerst aussteigen. Als ich an der Tür stehe, weiß ich, dass er mich anschaut und drehe mich um. Wir tauschen ein letztes Lächeln.

Ein anderes war ich in einem Cafe und ein Typ mit Hund stand da rum, und redete mich jemandem auf Englisch. Halb wegen dem Hund, halt wegen dem Englisch starrte ich alle Minute abwechselnd auf Hund und Herrchen. Der Typ, ein älterer Herr bemerkte dass, schaute zu mir züber, als beziehe er mich in sein Gespräch mit ein (ich hab nicht wirklich zugehört, denn ich wollze eigentlich lesen). Schließlich kommt er zu mir rüber und stellt mir seinen Hund vor. Irgendwie setzt er sich an den Nebentisch mit seiner Nachbarin und warum auch immer, bezieht er mich jetzt wirklich in deren Gespräch ein. Inzwischen weiß ich, dass er immer Leute kennenlernt.

Alle drei Situationen entstanden aus der Aufmerksamkeit zwischen Leuten. Leute, die sich ihre Umgebung aufmerksam anschauen. Und aus ein wenig 'Mut' (man lächtelt jetzt ja auch nicht immer fremde Menschen an) :D


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